Am 27. Januar 2024 jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zum 79. Mal. Als an diesem Tag im Jahr 1945 die Rote Armee mit Soldaten der 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front, die metallenen Tore zu diesem Ort des Grauens endgültig öffneten, fanden sie nur noch 7.600 Überlebende und 650 Leichen vor. Noch Tage zuvor wurde der Großteil der Häftlinge von SS-Wachen auf Todesmärsche geschickt. Im nationalsozialistischen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau wurden zwischen Mai 1940 und Januar 1945 über 1,1 Millionen Menschen ermordet. Nicht nur Ihrer gedenken wir am 27. Januar. Wir gedenken aller Opfer des Nationalsozialismus: Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexueller, politisch und religiös Verfolgter, geistig und körperlich Beeinträchtigter und all jener, die als sogenannte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ stigmatisiert, verfolgt und ermordet wurden.
In Marzahn-Hellersdorf lädt der Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e.V. zum Gedenken am historisch-authentischen Ort des ehemaligen NS-Zwangslagers Berlin-Marzahn ein.
Samstag, den 27. Januar 2024 | 13 Uhr
Gedenkstunde an der Open-Air-Ausstellung
mit Kranzniederlegung
Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn, Otto-Rosenberg-Straße 1, 12681 Berlin.
Im Anschluss wird im nahen Don-Bosco-Zentrum ein heißes Getränk serviert. Nach dieser kurzen Pause
wird im dortigen Rundbau der Film der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn vorgeführt:
Schatten der Vergangenheit – lautes Schweigen, leises Erzählen (2023)
Der Film entstand mit der Unterstützung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und widmet sich den traumatischen Erfahrungen von Sinti und Roma, die die nationalsozialistische Verfolgung überlebten.
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